Expert:innenvortrag
Wie helfen mechanische Modelle Aortenrisse zu verhindern?

Thema: Naturwissenschaften
Schlagworte: Humanmedizin, Mathematik, Physik und Virtual Reality
Altersgruppe: 7 - 14 Jahre und 14+ Jahre
Zielgruppe: Barrierefrei

Forscher:innen der TU Graz arbeiten daran, das Entstehen und den Verlauf von Aortendissektionen (lebensbedrohliche Aufspaltung der Aortenwand, Anm.) besser erklärbar zu machen. In den letzten vier Jahren wurden hierzu aufwendige computergestützte Modelle und Algorithmen entwickelt. Diese Tools unterstützen Mediziner:innen bei der Diagnose, der Behandlung und im Management von Patient:innen mit Aortendissektion.

Durchschnittliche Verweildauer: 10 Minuten

Maximale Kapazität der Station: 3 Personen

3D-Rekonstruktion einer dissektierten Aorta im Torso des Patienten (l.) und Querschnittsdetail der geteilten Aorta (r.) in echtes (grün) und falsches (blau) Lumen

Im Rahmen des Forschungsprojekts „Mechanics, Modeling and Simulation of Aortic Dissection“ erforschen TU Graz-Wissenschafter:innen aus den Bereichen der Biomechanik, Informatik, Mathematik und Physik die Ursachen für das Entstehen und Fortschreiten von Aortendissektionen. Ziel ist die Entwicklung fortschrittlicher Computerprogramme, die die klinische Diagnose und Behandlung dieser lebensbedrohlichen Aufspaltung der Aortenwand unterstützen.

Die Basis dafür bilden komplexe Simulationsmodelle. Diese sind äußerst herausfordernd zu designen, da die Wechselwirkungen zwischen Gewebe, Blutströmung und Thrombus berücksichtigt werden müssen. Jeder Teilaspekt kann den Krankheitsverlauf maßgeblich beeinflussen. Die Forschungsgruppe entwickelt daher mehrskalige Materialgesetze für das Gewebe und behilft sich der „Theorie poröser Medien“. Mit diesem sogenannten kontinuumsmechanischen Konzept kann die Thrombusausbreitung errechnet werden. Die Blutströmung wird mit Hilfe der Navier-Stokes-Gleichungen (dienen der Beschreibung von viskosen Strömungen) beschrieben. Grundlage für die Simulationen bilden Rekonstruktionen von 3D-Geometrien aus realen CT-Patientenbildern.

Besucherinformation

Anfahrtsbeschreibung: Die TU Graz ist mit dem kostenlosen Shuttlebus der Techniklinie C ab Jakominiplatz zu erreichen, Haltestelle C2 - TU Graz Neue Technik, ebenso wie mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Straßenbahnlinie 6, Haltestelle Neue Technik). Beachten Sie in den Shuttlebussen sowie in den öffentlichen Verkehrsmitteln bitte die FFP2-Maskenpflicht.

Dieser Ausstellungsstandort ist barrierefrei zugänglich und verfügt über barrierefreie Toiletten.

TU Graz
Fakultät für Informatik und Biomedizinische Technik
Institut für Biomechanik
TU Graz - Campus Neue Technik
Petersgasse 16 (Haltestelle C2 mit Shuttlebus), 8010 Graz
Stremayrgasse 16, 1. Stock, Seminarraum 046, 8010 Graz

Öffnungszeiten

Erster Einlass: 17:00
Letzter Einlass: 22:30

Information

Ab 25. April fallen alle Corona-Einschränkungen an der TU Graz (keine 2,5-G-Regelung, keine FFP2-Maskenpflicht, kein Mindestabstand).

Details zu den Coronabestimmungen der TU Graz finden Sie unter https://tugraz.at/go/coronavirus.

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