Onlinevortrag / Präsentation
Mit Tinte zur Unsterblichkeit?

Thema: Kultur
Schlagworte: Archäologie und Geschichte
Altersgruppe: 14+ Jahre
Zielgruppe: Experten, Gruppen, Lehrkräfte & Schüler:innen und Studierende

Nichts weniger als die Unsterblichkeit für sich und seine Frau erhoffte sich Sesostris vor über 3.000 Jahren in Ägypten. Woher wir dies wissen? Sein 6 m langes Totenbuch mit magischen Sprüchen und Bildern ist heute eines der Highlights im Papyrusmuseum. Um seinen Geheimnissen auf die Spur zu kommen, wurde nun ein digitales Surrogat mit Übersetzungen und Erklärungen zu den ägyptischen Jenseitsvorstellungen erarbeitet.

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Mit Tinte zur Unsterblichkeit?

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Ausschnitt aus dem Totenbuch des Sesostris

Am Ende des 19. Jh. schenkte der Ägyptologe Leo Reinisch der Papyrussammlung das ca. 6 m lange Totenbuch des Rinderschreibers Sesostris aus dem Neuen Reich. Als Zeugnis altägyptischer Jenseitsliteratur hat es seinen fixen Platz in der Dauerausstellung des Papyrusmuseums und ist heute das älteste Schriftstück der Österreichischen Nationalbibliothek. Obwohl Zweck, Gestaltung und Inhalt der Sprüche aus dem Totenbuch-Corpus und ihre zugehörigen Vignetten gut bekannt sind, stellt jedes überlieferte Manuskript ein jahrtausendealtes Original mit individuellen Eigenheiten dar – so auch das Totenbuch des Sesostris. Im Zuge der Neugestaltung der Dauerausstellung wurde diese Papyrusrolle nicht nur konservatorisch begutachtet, sondern auch digital aufbereitet. In einer eigens geschaffenen Medienstation finden sich nun digitale Surrogate der ausgestellten Totenbücher mit Übersetzungen und Erklärungen, um die altägyptischen Jenseitsvorstellungen zu erläutern. Erwähnenswert sind hierbei einige fehlerhafte Schreibungen, nachträgliche Ergänzungen und besondere Schreibweisen, die bei der Aufbereitung der Inhalte besonders aufgefallen sind.

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