Onlinevortrag / Präsentation
Wie liefen die bei den Römern so beliebten Wagenrennen ab?

Thema: Kultur
Schlagworte: Archäologie und Geschichte
Altersgruppe: 14+ Jahre
Zielgruppe: Experten, Gruppen, Lehrkräfte & Schüler:innen und Studierende

In der römischen Kaiserzeit erfreuten sich Wagenrennen neben Gladiatorenspielen und Tierkämpfen großer Beliebtheit bei allen Schichten der Bevölkerung. Die gefährlichen Rennen in den Zirkusanlagen stellten höchste Anforderungen an Gespann und Wagenlenker, die oftmals gefeierte Publikumslieblinge waren. Ein Papyrus der Österreichischen Nationalbibliothek überliefert das Programm eines solchen Spektakels aus dem 6. Jh.

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Wie liefen die bei den Römern so beliebten Wagenrennen ab?

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Der Dichter Juvenal spottete, das römische Volk sei nur für panem et circenses – kostenlose Brotversorgung und Zirkusspiele – zu begeistern (Satiren 10,81). In der römischen Kaiserzeit erfreuten sich Wagenrennen neben Gladiatorenspielen und Tierkämpfen großer Beliebtheit bei allen Schichten der Bevölkerung. Die Rennen auf der etwa 500 Meter langen Bahn mit Haarnadelkurven an den beiden Enden stellten höchste Anforderungen an Wagenlenker und Gespann. Waghalsige Überholmanöver, Karambolagen und Unfälle waren an der Tagesordnung und sorgten für knisternde Spannung. Die Papyrussammlung verwahrt eines von nur einer Handvoll erhaltener Zirkusprogrammen, die Aufschluss über den genauen Ablauf dieser Spektakel geben. Auf diesem Papyrus aus dem 6. Jh. n. Chr. stehen in großen Lettern die einzelnen Punkte des Programmes: Die Eröffnung der Spiele mit einer Anrufung des Glücks, einer Akklamation der Siegesgöttin Victoria (griechisch: Nike) und einer Prozession der Gespanne und Wagenlenker. Bemerkenswert sind die Pausenfüller, die neben szenischen Aufführungen (Burlesken?) vor allem akrobatische Darbietungen von Seiltänzern und Stelzenläufern ankündigen.

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