Onlinevortrag / Präsentation
Auf welchen Wegen gelangte des Pfeffers Schärfe in die Küchen der alten Römer?

Thema: Kultur
Schlagworte: Archäologie und Geschichte
Altersgruppe: 14+ Jahre
Zielgruppe: Experten, Gruppen, Lehrkräfte & Schüler:innen und Studierende

Der Weg, den Pfeffer zurücklegte, bevor er kulinarischen Genüssen im Alten Rom eine scharfe Note verlieh, zeichnet ein Papyrus aus der Österreichischen Nationalbibliothek nach. Dieses Vertragsdokument aus dem 2. Jh. n. Chr. zur Finanzierung einer Handelsfahrt nach Indien überliefert den Verlauf der Route, die Transportmittel und -kosten sowie Art und Wert des Frachtguts.

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Auf welchen Wegen gelangte des Pfeffers Schärfe in die Küchen der alten Römer?

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Schon im Alten Rom aßen die Menschen gerne scharf. Der zur Zubereitung von Speisen und zur Würzung der abendlichen Hauptmahlzeit beliebte Schwarze Pfeffer wurde aus Indien bezogen. Der Import erfolgte über den damals kürzestmöglichen Verkehrsweg, der von der südwestindischen Malabarküste über das Arabische und Rote Meer, die ägyptische Ostwüste, den Nil und das Mittelmeer zu der nur 20 km von Rom entfernt an der Tibermündung gelegenen Hafenstadt Ostia führte. Der Verlauf eines Teils dieser Route, nämlich zwischen Muziris in Indien als Ausgangshafen und Alexandria in Ägypten als Zwischenhafen, aber auch die auf diesem Weg eingesetzten Transportmittel und anfallenden Kosten werden in einem Papyrusfragment aus der Österreichischen Nationalbibliothek beschrieben. Es enthält einen in griechischer Sprache abgefassten Vertrag aus der Mitte des 2. Jh. n. Chr., den ein Handelsunternehmer mit einem Investor zum Zweck der Finanzierung einer Handelsfahrt nach Indien abgeschlossen hat. Die Rückseite listet außerdem das in Indien verladene Frachtgut, darunter große Mengen an Pfeffer, und dessen Wert für eine Verzollung bei der Einfuhr in das Römische Reich auf.

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