Mitmachstation
Hohe Töne aus einer anderen Zeit. Wie gehen wir heute mit Musik um, die ursprünglich für Kastratensänger komponiert worden ist?

Thema: Kultur
Schlagworte: Bildung, Geschichte, Medien und Musik
Altersgruppe: 14+ Jahre
Zielgruppe: Experten, Gruppen, Jugendliche, Lehrkräfte & Schüler:innen und Studierende

Ein wissenschaftlich geleiteter Blick auf den Tonträgermarkt versucht Fragen rund um unseren heutigen Umgang mit dem Phänomen der Kastratensänger und der für sie im 18. Jahrhundert komponierten Musik zu beantworten: Wie gehen Sänger*innen heute mit den halsbrecherischen Arien von Händel und seinen Zeitgenossen um? Antworten finden sich irgendwo zwischen live erklingender Musik, Barock, Pop und „Sex sells“…

Handschrift der Arie „Son qual nave“ von Carlo Broschi (Farinelli). ÖNB: Mus.Hs.19111, S.119. Wir sehen ein Manuskript, in welches mit blauer Tinte Verzierungen von Farinelli eingetragen worden sind.

Mit reichlich Anschauungsmaterial, einem Hör-Quiz sowie live-Musik von Studierenden der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien nähern wir uns dem weiten Feld der Kastraten-Rezeption. Die Untersuchung von als Popstars dargestellten Kastraten, Countertenören als Erben der Kastraten und virtuosen Sänger*innen als Wiederentdecker*innen und Schatzsucher*innen laden zu einem spektakulären, wenngleich auch kommerziell verfärbten Einblick in die italienische Oper rund um Georg Friedrich Händel ein.

„Das Dramma per musica im Konzeptalbum“ ist ein Dissertationsprojekt an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Untersucht wird der aktuelle Tonträgermarkt und dessen Umgang mit der italienischen Barockoper der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Forschungsinteressen sind dabei interpretatorische Entscheidungen im Umgang mit historischen Quellen sowie die bildlich-suggestive Inszenierung von Künstler*innen und Werthaltungen der Alte-Musik-Bewegung. 

Mit Live-Musik immer zur vollen Stunde:

Julia Bayer, Alt

Verena Grundner, Blockflöte

Alexander Flor, Cembalo

Besucherinformation

Anfahrtsbeschreibung: U-Bahn-Linie: U3 Station: Stubentor → 4 Min. Fußweg U-Bahn-Linie: U4 Station: Schwedenplatz → 8 Min. Fußweg Straßenbahnlinie: 1,2,D Station: Stubentor → 4 Min. Fußweg Bus-Linie: 3A Station: Riemergasse → 1 Min. Fußweg Nächste Radabstellanlage: Wollzeile 27 (Fahrbahn)

Dieser Ausstellungsstandort ist barrierefrei zugänglich und verfügt über barrierefreie Toiletten.

mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung
Forschung im Zentrum - Welt der Wissenschaften!
Wollzeile 27A, Aula der Wissenschaften, 1010 Wien

Öffnungszeiten

Erster Einlass: 17:00
Letzter Einlass: 23:00

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