Experiment
Wie wird „Grüne“ Aktivkohle aus Holz hergestellt und wie kann diese unser Wasser von Mikroverunreinigungen säubern?

Thema: Technik
Schlagworte: Biodiversität, Nachhaltigkeit und Werkstoffe
Altersgruppe: Alle
Zielgruppe: Barrierefrei, Experten, Familien mit Kindern, Gruppen, Jugendliche, Lehrkräfte & Schüler:innen und Studierende

Unser Abwasser ist immer stärker mit Spuren von Medikamenten und Umweltgiften belastet. Diese können mit Aktivkohle aus dem Abwasser entfernt werden, allerdings wird Aktivkohle sehr häufig aus fossiler Kohle hergestellt. Im Josef-Ressel-Zentrum wird geforscht, wie diese Aktivkohle als Nebenprodukt bei der Energieerzeugung aus Holz erzeugt wird und wie diese in unseren Kläranlagen die Mikroverunreinigungen entfernt.

Aktivkohle zur Wasserreinigung

Holzgaskraftwerke werden primär zur Bereitstellung erneuerbarer Energie eingesetzt. Bei der Vergasung von Holz, unter anderem von Restholz aus dem kommunalen Umfeld, fällt als Nebenprodukt auch Pulverkohle an. Diese wird derzeit als Hilfsstoff für Güllebehandlung (Geruchsreduktion), als Bodenverbesserer, aber auch zur Stabilisierung von biologischen Prozessen (Biogas- und Faulgas-Prozesse) eingesetzt, ohne dass die dahinterliegenden Mechanismen näher bekannt sind. Neben diesen unspezifischen Einsatzgebieten wäre es wünschenswert, die Pulverkohle so aufzubereiten, dass sie auch für bisher ungelöste Probleme in der Abwasserreinigung einsetzbar wird. Diese sogenannte funktionalisierte Pulveraktivkohle könnte etwa für die Vorbehandlung hochbelasteter Abwässer, zur Stabilisierung von Faulgasprozessen, zur Verbesserung der Faulschlamm-Eigenschaften (Entwässerbarkeit) und als Adsorptionsmittel für Medikamentenrückstände und andere Mikroverunreinigungen im Abwasser eingesetzt werden.

Im JR-Zentrum wird erforscht, welche Nachbehandlung der Pulveraktivkohle erfolgen muss, um diese notwendige Funktionalisierung zu erreichen.

Besucherinformation

Dieser Ausstellungsstandort ist barrierefrei zugänglich.

Öffnungszeiten

Erster Einlass: 17:00
Letzter Einlass: 22:30

Information

Ein Lift für den barrierefreien Zugang befindet sich auf der Rückseite des Gebäudes!
Zugang über Fallmerayerstraße (gegenüber des Landesgerichts).

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