Ausstellung
Niederösterreicher:innen in der Neuen Welt (1938-1945)?

Thema: Kultur
Schlagworte: Geschichte und Migration
Altersgruppe: 10 bis 14 Jahre, 14 bis 18 Jahre und ab 18 Jahre

Was haben Skisoldaten in der US-Armee, die verführerische Stimme des US-Kriegsgeheimdiensts und Habsburg‘sche Kämpfer im „Österreich-Bataillon“ gemeinsam? Bei allen handelte es sich um vertriebene Niederösterreicher:innen, die sich gegen den Nationalsozialismus stellten. Diese interaktive Station erzählt ihre persönlichen Flucht- und Kriegsgeschichten und taucht tief ein in das transatlantische Niederösterreich!

George Wozasek, in Amstetten aufgewachsen, Skisoldat in der der US-Armee

Ab 1938 der NS-Herrschaft in Österreich und dem damit verbundenen „Bösartigkeitsfurioso“ entfliehend, fanden zahlreiche Niederösterreicher:innen nicht nur den Weg in die Vereinigten Staaten, sondern engagierten sich militärisch und geistig gegen Hitlerdeutschland und für die Befreiung ihres Heimatkontinents vom Nationalsozialismus.

So kämpfte der in Amstetten aufgewachsene und mit einem Kindertransport nach Frankreich geflohene George Wozasek, ein Skifahrer von Kindesbeinen, als Artillerist in der einzigen US-Gebirgs- und Skitruppe des Zweiten Weltkriegs – und wurde dabei verwundet; der in Wilhelmsburg tätig gewesene Industrielle Kurt Lichtenstern kam als akademisch ausgebildeter „G.I.“ und Zivilverwaltungssoldat namens Conrad Lester nach Europa zurück; die in Melk geborene Sängerin und Schauspielerin Vilma Kuerer wiederum setzte für den US- Kriegsgeheimdienst Office of Strategic Services ihre „verführerische Radiostimme“ ein, um die Kampfmoral von deutschen Wehrmachtssoldaten zu untergraben; und der in Baden geborene Carl Ludwig Habsburg-Lothringen diente freiwillig im „Österreichischen Bataillon“ der US-Armee. Sie alle leisteten Widerstand von außen gegen den Nationalsozialismus.

Besucherinformation

Anfahrtsbeschreibung: Mit der Bahn: ÖBB-Fahrpläne; Westbahn-Fahrpläne Haltestelle: St. Pölten Sie haben mehrere Möglichkeiten, um vom Hauptbahnhof St. Pölten zum Museum Niederösterreich zu gelangen: Stadtbus LUP: die Haltestelle "Hauptbahnhof Süd" befindet sich direkt beim ÖBB-Bahnhof. Sie erreichen uns mit den Linien 2 oder 9 bis "Landhaus Süd".

Dieser Ausstellungsstandort ist barrierefrei zugänglich und verfügt über barrierefreie Toiletten.

Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung
Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung
Museum Niederösterreich
Kulturbezirk, 5, 3100 St. Pölten

Öffnungszeiten

Erster Einlass: 17:00
Letzter Einlass: 23:00

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