Experiment / Vorführung
Warum sind Langzeitdaten von Hochgebirgsseen so wertvoll?

Thema: Naturwissenschaften und Umwelt
Schlagworte: Biologie, Klimawandel, Natur und Wasser
Altersgruppe: Alle

Hochgebirgsseen sind wie Frühwarnsysteme. Langzeitdaten von Hochgebirgsseen sind wertvoll, weil sie zeigen, wie sich Umwelt und Klima über viele Jahre verändern. Am Beispiel des Gossenköllesees (2.400m) in den Tiroler Alpen wird das besonders deutlich. Der See liegt hoch über der Waldgrenze und ist kaum direkt vom Menschen beeinflusst. Dadurch reagiert er sehr sensibel auf Klimaänderungen wie steigende Temperaturen,

Limnologische Station Gossenköllesee


Seit Jahrzehnten werden am Gossenköllesee bestimmte Parameter zur Wasserchemie, Temperatur, Eisbedeckung, etc. regelmäßig gemessen. Diese langen Messreihen machen sichtbar, welche Veränderungen natürlich sind und welche eindeutig mit dem Klimawandel zusammenhängen. Einzelne Messungen könnten solche Trends nicht zeigen.
Langzeitdaten helfen außerdem, Folgen besser vorherzusagen: zum Beispiel, wie sich das Nahrungsnetz im See verändert oder wie empfindlich Hochgebirgsökosysteme auf weitere Erwärmung reagieren. Erkenntnisse aus dem Gossenköllesee dienen daher als Frühwarnsystem – nicht nur für alpine Regionen, sondern auch für tiefer gelegene Gewässer, die ähnliche Entwicklungen zeitversetzt erleben.

Universität Innsbruck
Institut für Ökologie
Botanischer Garten des Institutes für Botanik der Universität Innsbruck
Sternwartestraße 15, 6020 Innsbruck
Foyer Schauhäuser

Öffnungszeiten

Erster Einlass: 17:00
Letzter Einlass: 23:00

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